wenn ich darniedersinke, um meine gefühle zu betrauern, erwacht mein lebenswille und ruft meinem herzen ein ahoi zu. niemand darf mich aufhalten, wenn ich entscheide, ein mensch zu bleiben, ein mensch, kein tier mit gedanken. eine hohe berufung zerstört den frieden, der sich ausbreitet, wenn wir einen pakt schließen mit unseren trieben, der animalischen gravitation, die unsere bewegung hemmt. und doch sollen wir dahingleiten, immer weiter, nach vorne streben gegen die todesgedanken unseres unterbewusstseins. im morast der verzweiflung und sinnlosigkeit erschrecken wir über den ruf eines lebendigen vogels neben uns. wer diesen schmerzenstrunk nie geschmeckt hat, ist ein glückliches säugetier, gelangweilt vom fortschreitenden verfall, der seinen lebenssaft entnimmt und den immerwährenden austausch der lebewesen gewährleistet. auszubrechen aus der tiefenillusion des weltlaufs hat schon oft den wahnsinn gebracht, verschleiert in werken der erneuerung und sinngebung für ein orientierungsloses volk. ein narr, wer geistige schranken durchschreiten und dabei intakt bleiben möchte. besser in ehrfurcht verharren vor den mauern der deutungsgewohnheiten, um nicht den abgrund zu erkennen, über dem wir schweben. neue gedanken wollen geboren werden, in der verschränkung von hunger und vergessen. keine gespielte fröhlichkeit säumt den weg des suchenden. im aufbruch nach oben lauert der tod und mein fundament verglüht in der hitze meines verlangens.